Eve Vollenweider

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Ohne mich zu wichtig nehmen  zu wollen: Danke, dass Ihr das respektiert!

 

 

 

 

Warum enden Serien so oft ohne Happyend? 5.4.18

 

 

Es gibt wenige Serien, die mich wirklich packen, die meinen eigenen Interessen entgegenkommen und zugleich eine berührende Tiefe bieten. So eine war für mich zum Beispiel über Amazon Video Prime "the good wife" oder "halt and catch fire", auch "flesh & bones". Sicherlich ist auch "games of throne" so eine spannende Serie., obwohl es für mich jeweils ein Rätsel ist, auf welchem Sender die grad in welcher Staffel oder ob überhaupt läuft. Manche Serien sind langatmig, verlieren mit der 3. oder 4. Staffeln ihre Spannung; so, wie für mich "the walking dead". Irgendwann ist auch mal die Geschichte vorbei und ich wende mich gerne auch wieder neuen Geschichten zu. 

 

Aber ganz ehrlich, es ist manchmal echt frustrierend. Da lebst und fieberst du über Monate hinweg mit, am besten online im Eilzugtempo, Serie um Serie, Staffel um Staffel, liest schon in der zweitletzten Staffel den Inhalt der allerletzten Folge, schnallst es nicht ganz, hast keinen wirklichen Hinweis, wie es ausgeht... und so weiter. All das, um am Ende deine Träumereien nicht erfüllt zu sehen.

 

Wir wissen doch ganz genau, dass der Held und die Heldin schlussendlich zusammenfinden müssen, sie gehören zueinander, das ist uns doch schon ziemlich früh klar geworden. Und es ist ja auch nicht so, als hätte unsere Vorahnung nicht Hand und Fuss. Sie treffen sich anfangs der Serie, haben eine heisse, ganz besondere Affaire, wir spüren, dass sie die Einzigen sind, die sich wirklich verstehen, aber sie trennen sich trotzdem. In der Folge hadern Beide mit der Liebe, sie versuchen Beziehungen, sie verbiegen sich für Andere und verspüren doch immer die leise Sehnsucht nach dem Ursprünglichen.

 

Wir sehen es in den Szenen, in denen die beiden sich Sehnenden sich wie zufällig in die Augen blicken, sich verlieren, für einen kurzen, flüchtigen Augenblich ihre Seelen Preis geben. Wir fühlen es, wenn sie sich an einem Ort treffen, wo sie sich nie treffen sollten, dem Gefühl und der Versuchung nachgeben, sich fallen lassen in die verkörperlichte Sehnsucht des Gegenübers und diese eine Dummheit begehen, die Alles verändert. Wir leiden mit Ihnen, wenn sie zurück in ihren Alltag gehen, ein Geheimnis in der melancholischen Brust tragend, das sie nie Preis geben dürfen.

 

Und wir verspüren die süsse Schwäche, wenn die erneute Annäherung erfolgt, nachdem SIE geschieden wurde und ER sich trennte von unerfüllter Liebe; weil er ahnt, dass nur die Eine ihn verstehen kann und SIE weiss, dass nur der Eine ihr geben kann, was sie braucht. Sie sind Sonderlinge, sie fallen auf, sie sind vom gleichen Schlag und das war uns Zuschauern schon von der ersten Staffel an klar. Deshalb fanden wir schon immer, dass sie zusammengehören. 

 

Sie kommen sich auf neue Weise näher, sie öffnen sich, sie fühlen sich zuhause und können sich sehen im Gegenüber. Die endgültige Vereinigung ist unspektakulär, der Alltag ist einfach nur gut. Sie kommen zusammen und es passt! 

 

Und dann verdirbt das Drehbuch alles! Entweder stirbt einer der Beiden, oder sie trennen sich wegen einem Missverständnis, oder sie werden durch eine unausweglose Situation hineinmanövriert und gehen auseinander. Dumm, dämlich, doof, ich bin wütend, ich bin traurig, ich mag  Happyends, ich verstehe das Ende nicht. 

 

Ist es, weil die Produzenten sich die Möglichkeit einer weiteren Folge nicht verbauen wollen? Oder sind sie einfach nur schadenfreudige und sadistisch veranlagte Banausen?  Ich weiss es nicht, ich werde es nie wissen und nie verstehen!

 

Und so erträume ich mir mein eigenes, wunderschönes Serien-Ende, das mich fliegen lässt, das mich die eigenen Schmetterlinge im Bauch fühlen lässt und mit dem ich wunderbar einschlafen kann; im Wissen, dass ich so meiner eigenen "beziehungslosen" Realität ganz schön aus dem Weg gehen kann.

 

 

 

 

 

Lang ist's her!  22.06.2016

 

Schande über mich, seit September 2015 kein Eintrag mehr. Mein Zeit fliegt nur so dahin. Mit jetzt drei Ausbildungslehrgängen, drei Wohnorten ohne eigene Wohnung, einigen Projekten fehlt manchmal einfach Zeit, um mich um meine Homepage zu kümmern. Dabei gibt es immer etwas zu erzählen. Zum Beispiel über meine Fotoausstellung 7.7. - 11.8.16 mit meiner Geburtstagsparty am 9.7.16, die mal öffentlich stattfindet. Na hoffentlich hab ich dann genug Essen und Getränke!

 

 

 

 

 

Am Ziel - 23.09.2015

 

111 "gefällt mir" auf meiner Facebook-Seite Eve Vollenweider und 995 CDs im Wagen!

 

Und bin noch ziemlich müde vom Vortag, in München viel rumgefahren; spannendes Seminar, Mercedes-Händler, Fachgeschäft für eine neue Musikanlagen im VITO, beim Hotel die Höhe der Einstellhalle prüfen - der VTO passt rein, ab jetzt ist parken in München kein Thema mehr - und dann die CDs im Verlag holen...

 

Ich komme mit Käse und Schokolade aus der Schweiz, ist ja klar, was denn sonst; werde herzlich begrüsst, lerne neue Menschen, genannt Musiker kennen, betrachte das erste Exemplar, meiner CD kriege ein Kompliment für das Booklet, das ich selber gestaltete, mit meinen eigenen Fotos, und das die Grafikerin professionell umgesetzt hat. Ich freue mich darüber!

 

Und da ist sie also nun, die "Sonntagsfrau", das Baby ist endlich geboren. Ganz unspektakulär und selbstverständlich stehen die Kisten in der Ecke, kokettieren mit all der Freude, dem Berührenden, dem Ärger und dem Chaos, das die CD während der vierjährigen Schwangerschaft verursachte und für mich noch in sich birgt!

 

Mich zieht es nach Hause, die Männer helfen einpacken, ich fahre los.....

 

Das High kommt erst während der Fahrt, das Bewusstsein, dass die Exemplare nun gut verstaut unter dem Bett im Wagen mitfahren und mir gehören!

 

Und was kommt als Nächstes?

 

 

 

 

 

09.09.2015 - Kurz vor dem Ziel

 

Am letzten Wochenende in München war ich noch im Verlag und habe wohl die letzten nötigen Schritte getätigt. Die CD ist seit Montag im Presswerk. Der Verleger meinte, wenn mit der Grafik nichts mehr passiere, dann sind die 1000 Stück "limited edition", weil 32 Seiten Booklet, bei meinem nächsten Besuch in München verfügbar, das heisst, ich kann sie heimnehmen, da ich ja mit dem Wagen unterwegs bin.

 

Freude?  Irgendwie keine Ahnung, weil es doch jetzt bald vier Jahre her sind, seit wir angefangen haben mit der Produktion. Und auch beim Verlag dauerte es noch ein halbes Jahr, bis alles fertig war.

 

Bin ich noch dieselbe wie vor den vier Jahren? Nein, sicher nicht! Jetzt würden die Lieder peppiger sein, aktiver, mehr Rock, mehr Punk. Aber damals waren sie richtig, damals war ich ruhig und besinnlich, eigentlich auch traurig und nah am Wasser bebaut. Von daher sitmmt die CD. Von heute aus gesehen nicht mehr. Doch das kommt wohl öfters vor bei Kunstschaffenden. Sie entfalten sich; ich habe mich entfaltet und bin heute anders als noch vor vier Jahren. Wie würden wohl heute meine Lieder arrangiert? Wie würden sie tönen? Wohl punkiger, grooviger, weil ich heute lebendinger bin. Auch würde meine Stimme heute wieder ein anderes Timbre haben.

 

Jedenfalls bin ich gespannt, wie die Reaktion des Umfeldes sein wird, wenn ich sie dann präsentiere. Nur schade, eine CD-Taufe kann ich mir zur Zeit nicht leisten, das übersteigt meine Möglichkeiten. Und meine Musiker sind alle, ausser Horn, Drumm und Harmonien in Deutschland tätig, wie soll ich die Spesen bezahlen und dann noch die Gagen?

 

Aber schliesslich wird mein Musical entstehen und das wird einfach nur GUT!!!

 

Ausserdem komme ich gut voran mit meinen Büchern, vor allem mit "Die Frau in der Glaskugel" und dem Phantasiemärchen "Die Wölfin". Aber auch da ist noch viel Arbeit und für die Veröffentlichung würde wiederum viel Geld benötigt.

 

Und ich sage mir: Eins nach dem Andern und Alles wird werden!

 

 

 

 

05.05.2015 - Die Ankommenden - München Hauptbahnhof

 

soeben zurück im hotel, vom münchner hauptbahnhof. um 300 schoggistängeli und viele kinderspielsachen ärmer, jedoch um schöne begegnungen und spontane, erquickende gesellschaften reicher. es war ein erlebnis, das mich aufwühlte, berührte, mir emotionale gänsehaut bescherte. ich, die ich doch schon so viele schlimme schicksale gesehen habe in meinem beruf, dass ich elefantenhaut habe, mich nichts mehr reinzieht, mit dem schlimmsten ganz normal umgehen kann. aber in die müden, teils weinenden kindergesicherter zu blicken, die fürsorge deren eltern zu erkennen, die sie an den händen halten, sie im schlaf wiegen, ihre freude zu sehen, dass sie willkommen sind, von den am bahnhof anwesenden, das hat mich echt umgehauen, mir die augen nass gemacht. wir können uns nicht vorstellen, was es heisst, seine heimat verlassen zu müssen, weil man an leib und leben gefährdet ist. und dass hunderttausende das tun, weil es in ihrer heimat nicht mehr sicher genug ist, das ist enorm, das ist ein ganzes volk, das da wandert. und deutschland hat auch gut daran getan, ihnen das arbeiten zu erlauben, diese menschen sind keine schmarotzer! klar, ganz ausschliessen kann man das nicht bei ganz allen, es gibt überall schwarze schafe, auch bei deutschen und auch bei schweizern. aber ich habe in ehrliche und warme augen geblickt, erstaunte menschen gesehen, die dankbar und ruhig die gitter entlang liefen; und das ging mir ans herz! und dazu musste ich in münchen sein, da die schweiz da ja eine andere haltung hat! oder ist es tatsächlich nur, weil die balkanroute eben nicht in der schweiz endet??????

gerne wäre ich länger geblieben, hätte mit den menschen geredet, die ankommenden begrüsst, aber sie sind mit gitter geschützt. wohl um hetze und gefahren gegen sie zu verhindern und sicherzugehen, dass alles gut verläuft, was es auch tut. aber sie winkten, warfen handküsse, wir winkten zurück, erwiderten ihre handküsse und lachten gemeinsam über das gitter hinweg. lange habe ich mich nachher bei einem glas wein noch mit einem jungen bosnier ausgetauscht, er hatte mir geholfen, die schoggistängeli zu verteilen. er hat mir von der flucht seiner eltern erzählt; er wollte kommen, um solidarität zu zeigen.

ich auch!

war das ein abend!

und jetzt sitze ich hier im hotelzimmer und sinniere über meine eigene wandlung, über den weg, der mir half, meine ängste und vorurteile zu verlieren und empatisch und offen, mit freude auf diese menschen zuzugehen.

und ich mag gar nicht schafen gehen!

 

 

 

17.01.15 - Vertrag unter Dach und Fach!

 

Gestern habe ich hier in München nun endlich den Verlagsvertrag unterzeichnen können, nachdem mir der Verleger mit Herzensgeduld alles erklärt hatte! Danke sehr dafür!

Dann am Abend feiern mit einer Studienkolllegin, was das Zeug hält!

Und im Hotel dann bei einem Schlummertrunk den Schritt Revue passieren lassen; die Wichtigkeit, die er für mich hat geniessen und wissen, dass da Leute sind, die mich unterstützen und die mit mir und durch mich auch Geld verdienen wollen. Das ist nämlich eine gute Motivation!

Etwas viel feiern, etwas wenig Schlaf, vor allem unruhiger Schlaf und morgens irgendwie nicht in die Gänge gekommen; vielleicht bin ich deshalb heute leicht energiereduziert! ;-)

Aber das gute Gefühl von gestern ist nach wie vor vorherrschend!

 

 

 

13.12.14 - Wiedermal Country


Country Xmas Dinner Gala in Hildisrieden als Gastsängerin von P.J.Dell mit grossartigem Support von den gestandenen Gitarristen Matt Wegner und John McCullough. Mit diesen Golden Guys kann nichts schief gehen und getragen davon genoss ich gesangliche Höhenflüge! Jederzeit stehe ich gerne wieder auf der Bühne mit den zwei wundervollen Musikern und wunderbaren Menschen!


 Thanx Guys!




1.12.14 - Es ist schon Dezember!


Die Zeit vergeht im Fluge, ich hatte viel Arbeit die letzten Monate. Ich bin ausgezogen aus meiner Wohnung und weiss noch nicht, wie ich zukünftig wohnen will. Das Leben hat mir manchen Stolperstein in den Weg gelegt, aber auch manchen schönen Moment. Meine Arbeit im Büro ist zur Zeit zeitlich sehr belastend, aber trotzdem habe ich meinen Teil der Arbeiten an der CD erfüllt. Künstlerquittungen sind erledigt, ich warte auf die Rücksendungen. Das Booklet ist entworfen, es ist jetzt bei der Grafikerin in Arbeit. Den Verlagsvertrag habe ich durchgelesen, kaum etwas verstanden und warte nun auf das klärende Telefonat mit dem Verleger. Die Werkanmeldung habe ich vorbereitet und sonst kommt mir nichts mehr in den Sinn, das ich tun könnte!  


Ich freue mich auf das Booklet fast am meisten, die Lieder kenne ich, ich weiss schon, wie sie tönen. Sie klingen schön, ja, das ist wohl wahr. Doch sind sie mir so fremd geworden, sie sind drei Jahre jung. Was ich damals fühlte, stimmt heute nicht mehr und heute empfinde ich anderes als damals. Und doch ist die CD ein Zeitdokument, eine Geschichte, eine Erzählung von mir und ich werde, wenn ich sie das erste Mal in den Händen halte, wohl alles, was war, als unwichtig empfinden. Das Einzige, was zählt, ist dann wohl nur noch das Produkt!


Sie sollte spätestens im Februar 2015 gepresst sein!!! 


Doch habe ich jetzt auch wieder andere Angebote. Ich wurde angefragt an einer Rocking-Country Christmas Dinner Gala zu singen. Sieben Songs, ich freue mich darauf! Die Stimme muss kurzfristig auf Vordermann gebracht und die Texte müssen auswendig gelernt werden. Es wird mir gut tun, nach drei Jahren wieder auf der Bühne zu stehen!





 

30.6.14 - Zwischenstopp vor der Zielgerade!

 

Ja, es ist wieder so viel Zeit vergangen seit meinem letzten Blog-Eintrag. Warum? Einerseits kam mir meine Schulter-OP am Ende Dezember 13 in die Quere und die langwierige Genehsung. Da war nicht viel Platz für Anderes, die Schmerzen raubten mir Energie und Kraft. Aber das scheint nun Vergangenheit zu sein, meiner Schulter und meinem Arm geht es wieder fast so gut wie bevor die Schmerzen im Herbst 11 angefangen haben. Und andererseits, weil es ein Kampf mit der Zeit und der Geduld war, bis es jeweils mit der CD weiterging und weitergeht. Und dabei musste ich erkennen, dass meine wenigen Aufgaben die CD betreffend so viel mehr Arbeit geben, als ich es mir jemals vorgestellt habe. Alles ist so kompliziert, Rechtliches ist mir nicht klar und ich verzweifle ob den Formularen und Vorgaben. Und die CD verlor an Priorität, weil andere Themen in meinem Leben mich so sehr in Anspruch nahmen. Aber ganz langsam, Schritt für Schritt kommt das Ganze zustande. Ich stehe unter keinem Druck mehr, es spielt keine Rolle, wann sie kommt, aber sie wird kommen; ich denke, sie kommt noch dieses Jahr!

 

Aber ob ich jemals wieder die Energie habe, eine CD zu produzieren, glaub ich kaum. Mir und den Andern dies nochmals antun, ohne jetzt ins Detailt zu gehen, würde ich mir nicht nochmals wünschen. Es ist so viel passiert, Emotionen kamen hoch, viele Tränen habe ich vergossen, Bitterkeit war da, Vertrauen ging in Brüche, Bilder sind gefallen, vielleicht Freundschaften kaputtgegangen, Energie ist weg, Freude ist vermindert..... Es hat so lange gedauert und es kann nicht mal jemand etwas dafür. Es ist einfach wie es ist und loslassen ist der einzige Weg mit Frustration und Bedauern umgehen zu können.

 

Und schlussendlich weiss ich, dass alle Beteiligten ihr Bestes gaben und wenn wir unser Produkt dann mal in den Händen haben, dann werden wir uns alle freuen und Vieles wird vergessen sein; aber wohl nicht alles!

 

 

 

30.10.13 - Letzte Aufnahmen Harmonien am nächsten WE im Atlantis Tonstudio, Reutlingen mit den "Aves Cantantes"!

 

 

 

 

 

Und es singt die einstige Sonntagsfrau sein Lied, holt das Buch vom Tisch, bringt das Tuch ins Bad, badet in der Gewöhnlichkeit des Seins, schwankt zwischen Sehnsucht und Wahrheit und erwartet, zu Allem bereit, der Sterne Kuss. Stumm und still spürt sie in ihrer Seele die dunkeln Kräfte und schaut den Prinzen im Traum an. Sie tut nur noch, was ihr entspricht und erkennt am Ende des neuen Tages, dass sich alles gelohnt hat!

 

 

Eve - Sonntagsfrau, eine weitere Textzusammenfassung ;-)

 

 

 

1.8.13 - die letzten Hauptstimmen und erste Harmonien

 

 

Vom Feiertag in der Schweiz profitieren, der 1. August ist arbeitsfrei und ich düste heute Morgen los nach Reutlingen, die letzten vier Songs mit Gesang verzieren! Die Gewöhnlichkeit des Seins erfahren, im weichen, purpurfarbnen Blumenfeld den dunklen Kräften begegnen, mit der Sonntagsfrau still und stumm zu tun, was ihr entspricht und zu guter letzt in Sehnsucht und Wahrheit im Traum auf den neuen Tag warten. Wirr, ich weiss, aber mit der CD wird sich dann alles auflösen!

 

Und da sag noch einer, Harmonien aufnehmen sei easy! Das waren am dritten Tag ermüdende 8 Stunden Aufnahmen im Antlanis Tonstudio! Und jetzt fehlen nur noch bei fünf Tracks die Harmonien, die wir im November aufnehmen werden mit den Mädels, den "aves cantantes", Baspi Dornbusch und Christa Sumi; mein Gesang ist voll im Kasten! Yeaaah!!!!

 

 

 

9.7.13 - Geburtstag im Studio

 

Es gibt nicht viele bessere Möglichkeiten, den Gebursttag zu verbringen als innerhalb einer ganzen Woche Gesang aufnehmen!

 

Die ersten zwei Titel sind am ersten Tag der ganzen Woche bereits im Kasten Und das nach einer zermürbenden, stundenlangen Autofahrt von zuhause ins Atlantis Tonstudio, Reutlingen. Mit von der Partie waren Samson Geiger, Oliver Utzt und James Herter; meine Dreamboys vor Ort und jeder hat seine ganz besonderen Stärken!!!!

 

Jeden Abend falle ich müde und glücklich ins Bett und schlafe tief und fest.. Am nächsten Tag gehts weiter!!! In den ersten vier Tagen im Studio acht Traks im Kasten, alle sind sehr zufrieden.

Und Schwups, zwölf Lieder sind Ende dieser Woche im Kasten... ähm, im Computer..., bei denen der Gesang fertig aufgenommen ist. Damit haben wir dann einen grossen Brocken geschafft, sind aber noch nicht am Ende angelangt. Es fehlen noch einige Instrumente und der Background-Gesang.


Thanks an meine Dreamboys!!!!

 

Und schon die Rouhgmixes sind sowas von geil.... Wie grossartig wird dann die Produktion?

 

 

 

 

14.-20.2.13 - Session im Atlantis Tonstudio, Reutlingen DE

 

 

Die Männer der ersten Stunde von oben links nach unten rechts: Massimo Buonanno, Oliver Utzt, Oli Laib, Samson Geiger, James Herter, Rolf Kersting.

 

Und mit dabei ist auch Siggi Kolb, die mit ihrem Catering und ihrer herzlichen Begleitung so viel zu meinem Wohlbefinden beiträgt. Danke Siggi, du gute Fee!

 

Das Atlantis Tonstudio in Reutlingen DE ist stylisch und technisch hochstehend. Der Aufnahmeraum zeigt sich grosszügig und das Licht bleibt gedämpft. So entsteht eine schöne Atmosphäre, in der es sich leicht singen lässt.

 

Drum (Massimo), Bass (Rolf) und teilweise Keyboard (Oli L.) haben wir Donnerstag bis Samstag aufgenommen. Samstagabend verliessen Massimo und Rolf die Runde. Ein grosses Dankeschön für Euer wunderbares und einfühlsames Spiel.

 

Seit Sonntag sind die Gitarren dran, viel Arbeit für Oliver, der das einfach grandios macht und Samson, der mit erfahrenem Ohr das Ganze aufnimmt. Unterstützt wird er dabei von James Herter, der Seele des Studios. Morgen ist die erste Session vorbei; ich muss heim! Oliver und Samson machen alleine weiter mit den bereits besprochenen Aufnahmen. Sie bereiten den Boden für meinen Gesang. Ostern werden wir u.a. Gesang, Horn und ev. Bassklarinette aufnehmen.

 

Und wieder steigen meine Lieder in eine neue Dimension auf. Es ist für mich unglaublich, was hier entsteht. Und vor allem habe ich kapiert, dass ich bei der crème de la crème bin. Es ist mir eine grosse Freude, mit so erfahrenen und professionellen Musikern und Produzenten zusammen zu arbeiten. Ich bemühe mich, mich nicht von bekannten Namen, ja gar weltbekannten Künstlern beeindrucken zu lassen, die da mitarbeiten. Aber ich kann es nicht ganz verhindern, obwohl ich in dieser Runde aufgenommen werde und mich als Eine von ihnen fühlen darf. Und am meisten beeindruckt mich, dass mir das tatsächlich passiert und dass meine CD dadurch eine Weltklasse-Qualität kriegt. Auch wenn diese Tage wieder viele Tränen fliessen, ist es doch auch immer wieder ein Aufarbeiten von Vergangenem!

 

                      Es ist schon alles richtig, wie es ist!

 

Mehr Bilder der Session gibt es unter: Meine Welt in Bildern - Sonntagsfrau erste Session 14.-20.2.13.

 

 

 

14.01.13 - Fortschritte

 

So, nun war ich endlich FR - SO wieder in DE in den Neckarklangwerken in Stuttgart. Es galt, die Vorproduktionen aller 16 Songs mit meinem Pilotgesang zu ergänzen. Wie tat es gut, sie wieder zu singen, sie richtig zu singen, mit gestärkter und schönerer Stimme. Einer Stimme die wieder die meinige ist, wie ich sie von jeher kenne. Die Anerkennung der Produzenten tat gut, ihr Erstaunen motvierte. Es ist toll, ein Teil dieses Produktionsteams zu sein. Und am Sonntag habe ich den Bassisten kennengelernt, der im Februar mit im Studio ist. Er heisst Rolf, aber den Nachnamen habe ich mir dummerweise nicht gemerkt. Hole ich noch nach! Die Chemie hat gestimmt vom ersten Augenblick an und das ist echt wichtig. Und mit dabei ist im Februar in der Studiowoche auch Massimo Buonanno, ein absoluter Top-Drummer. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit dieser guten Crew!

 

Und wenn ich im Studio singe, mit den Musikern Möglichkeiten erörtere, meine Lieder hingebungsvoll ins phantastische Studio-Mic hauche und auch wenn die hohen Töne noch Schliff brauchen und die Aussprache noch leicht prägnanter sein werden soll; ich bin ich und ich bin Musikerin, ich bin Liedermacherin, ich bin Sängerin....


Wenn ich im Studio weile, bin ich weder schön, noch hässlich, weder dick noch dünn, weder laut noch leise, weder dumm noch wissend, weder krank noch gesund, weder Frau noch Mensch. Ich bin nur noch ich, wie selten sonst im Leben und ich bin Teil dieses Ganzen, meine Arbeit wird ernst genommen. Das heisst, dass auch Kritik kommt, sich mal textlich noch was ändern darf und ich oft ein Lieder nochmals singen tu. Aber es stimmt, es fühlt sich gut an, es macht Freude.

 

Wenn meine Augen nass werden, weil Tränen drücken; als Reaktion auf meine eigenen Aufnahmen, auf meine eigene Stimme, dann ist das das Allerhöchste. Was genau die Tränen auslöst, das spielt gar keine Rolle, ob Erinnerungen, ob die Freude, ob die Ergriffenheit, ob das Erstaunen, ob das Schöne.... Es ist einfach erhebend... Ich schwebe!

 

Oliver und Samson haben zu zweit in einer Pause ein Stück gespielt. Es heisst "lotus feet" und ist von John Mclaughlin. Wunderschön. Ich sass in der Mitte, meine Augen wurden nass ob so viel schöner Musik, die die Seele berührt. Ich nenne diese Momente spirituelle Momente! Danke Oliver und Samson! Für alle, die das Stück hören möchten: Lotus Feet

 

 

11.11.12 - weiter gehts!

 

 

Wissend, erkennend, träge, müde, Emotionen, Grenzen, Höhen, Tiefen, Mann, Frau, Kind...

 

Dieses Wochenende habe ich mit Oliver und Samson die Vorproduktionen besprochen, Instrumente und Musikstil definiert und Planung gemacht. Im Februar soll es nun Wirklichkeit werden, nach einem Jahr Vorlauf! Drum, Bass und Gitarre werden aufgenommen, live im Studio, allenfalls gleich mit meiner Stimme. Es wird Zeit, vorwärts zu machen. Und ich bin so ungeduldig, ich kann es kaum erwarten. Manchmal fühle ich mich meinen Liedern so verbunden, manchmal sind sie mir so fremd. Habe ich sie wirklich geschrieben? Wer war ich, als ich sie schrieb? Was war, als ich sie schrieb? Wieder kommt hoch, was damals war, wieder bin ich dankbar, dass ich weitergekommen bin. Wenn nicht geschehen wäre, was geschah, wäre meine CD nie Wirklichkeit geworden ... Dem Leben sei Dank; das Leben macht keine Fehler!

 

Beim Heimfahren verliere ich mich in Emotionen. Am Zoll fragt mich der Zöllner: "Haben Sie etwas zu verzollen?" Ich antworte: "Ja, meine Tränen". Er will wissen: "Wieviel sind sie Wert?" Ich erwiderte: "Sie sind unbezahlbar!" Ja, das sind sie. Es gibt einen Spruch: "So wie die Schere und der Wasserkrug des sorgsamen Gärtners die Pflanzen in die Höhe treiben, so lassen die Schmerzen und Tränen des vergangenen Jahres des Menschen Seele reifen". Diesen Spruch kenn ich seit ich ganz jung bin, seit meinen Teenie-Zeiten. Er war immer stimmig, er hatte stets etwas Wahres. Und wenn wir bereit sind, hinzuschauen, dann erkennen wir schmerzlich, was es damit auf sich hat. Und dann lernen wir!!!!!

 

Meine CD ist ein Abschiedsgeschenk an mein Leben bis anhin!

 

 

 

1. September 12 - Lange nichts mehr........

 

Seit Mai habe ich nichts mehr geschreiben; Schande über mich! Aber es war auch so viel los. Musikalisch, Privat, Beruflich... Und dann  immer noch mein Weg, den ich gehe und der nie enden will. Geduld ist die Devise, Gelassenheit das Kredo und Loslassen das Rezept.

 

Seit Mai war ich schon wieder zwei Mal in Deutschland, jetzt ist aber seit August mal Pause bis Oktober. Die Songs stehen als Vorproduktionen und so langsam nimmt alles Formen an. Beim letzten Studiobesuch haben wir alle Songs in drei Tagen bei Samson im Studio aufgenommen, einfach mal als Pilotgesang. Das war schön, bereichernd und anstrengend. Aber Samson und Oliver waren geduldig mit mir und das styleische und coole Studiomic hat mich angelächelt und ich habe reingeträllert. Klar, am Gesang fehlt noch Einiges, aber wir haben jetzt die Grundlage geschaffen, an die ich mich halten kann, wenn ich übe. So wird es sein. Und trotzdem, dass meine Stimme höher erscheint als früher, werden wir einige Lieder mit tiefer Stimme behalten. "Das haben wir gekauft!!!" sagen Samson und Oliver. Stimmt; mir gefällt meine dunkle, tiefe Stimme auch sehr. Und sie ist zum Singen nicht so anstrengend ;-)

 

Mit dem Singunterricht gehts auch vorwärts. Seit ich diese chinesischen Übungen mache, die die inneren Muskeln stärken, u.a. auch die inneren Bauchmuskeln, gehen auch die höheren Töne einfacher; sozusagen ein Durchbruch für mich. Ich erwäge in meinem Dörfchen ins Pilates zu gehen, das haben die neu im Sportangebot. Da sag noch einer, mein Dörfchen sei nicht modern!

 

Jetzt sind aber mal Samson und Oliver dran, die Piloten zu überarbeiten. Einen Song will ich noch in schnellerer Version, ich stelle ihn mir so im Stil von "The Pogues" vor. Der wird viel mehr ziehen als jetzt in der ruhigen Version. Und den Titelhit, "Sonntagsfrau", mag ich besonders gut; das gehört sich ja auch für einen Titelhit! Mal sehen, ob das dann das Publikum auch so empfindet!

 

Es scheint, als wäre die CD nur die Entfaltung zu .eve und meinen Möglichkeiten. Schon sind neue, reifere Lieder am Entstehen. Kleine Fetzen sinds manchmal nur; ich hebe sie auf, schau sie mir an, lasse sie wachsen und freue mich jetzt schon, diese mit Oliver weiterzuentwickeln.

 

Das Musical habe ich definitv aufs nächste Jahr verschoben. Ich brauche die CD, um weiterzuplanen. Zudem bildet die CD die Grundlage für die Sponsorensuche. Ich bin überzeugt, das Glück wird mir hold sein und ich werde alles realisieren, wie ich es mir vorstelle!

 

Haltet mir die Daumen, Danke!!

 

 

 

1. Mai 12 - Zoll und Wahre Lieder

 

Ich verstehe nicht, warum ich als Schweizerin von den deutschen Zöllnern bei der AUSREISE aus DE immer angehalten werde. Das ist irgendwie sinnlos für mich. Und die Autos vor mir und nach mir fahren einfach durch. Und nicht die Schweizer halten mich auf, nein, es sind die deutschen Zöllner. Ausgestiegen bin ich noch nie, aber immer diese Fragen. Hm... Muss wohl an meinem alten, dunklen, mittlerweile ziemlich abgefahrenen Volvo V70 liegen und an meinen getönten Scheiben! Das erscheint denen wohl verdächtig. Na, wenigstens wars ein angenehmer, noch junger Zöllner. Die älteren sind so missmutig, sind wohl schon zulange im Job!

Letztes Wochenende in DE habe ich wieder an meiner CD gearbeitet. Lagerfeuerversionen nennen Oliver und Samson das. Ha, wenn die schon so gut sind, wie wird dann die richtige Version? Oliver hat ein goldiges Gespür für meine Bilder und meine Emotionen. Er findet das richtige Instrument und den richtigen musikalischen Teppich für meine Lieder. Und einmal mehr bereichert er sie mit unkonventionellen Harmonien und Takten. Und kennt Ihr das? Wenn das Eigene einem überwältigt und man auf der Heimreise nur immer wieder die eigenen 6 Lieder hört, weil man so glücklich ist, dass ein Traum wahr wird? So lange träumte ich davon, die letzten 2 Jahre rückte der Traum in die Nähe, aber erfüllte sich noch nicht. Und jetzt lasse ich es Wirklichkeit werden!

 

Und einmal mehr habe ich die herzliche Gastfreundschaft bei Siggi und Samson genossen. Und einmal mehr habe ich mit Oliver über Gefühle und Spiritualität gesprochen. Ich weiss, dass ich bei den richtigen Leuten angekommen bin. Es hat schon alles seinen Grund im Leben. Manchmal erkennt man das erst im Nachhinein!

 

 

 

7. April 12 - Zitat.....

 

Ich arbeite u.a. mit suchtkranken Menschen zusammen und habe immer wieder grosse Achtung vor der Sensibilität und vor der Stärke dieser Menschen. Sie haben es bis heute geschafft, zu überleben. Einige davon sogar ohne ihre Suchtmittel, unter Aufbringung ihrer ganzen Kraft und Energie. Da bleibt nicht immer viel übrig für die Forderungen der "Gesellschaft". Auch wenn sie nicht oder noch nicht in einen sozialen oder beruflichen Prozess integrierbar sind, haben sie doch dem Untergang und auch oft der Sucht getrotzt und das ist einfach bewundernswert!

 

Dieser Artikel hat mich interessiert:

 

http://www.vita-integra.de/pdf/Die%20spirituelle%20Dimension%20der%20Sucht.pdf

 

Und daraus, auf der letzten Seite, dieses Zitat:

 

„Was immer wir in dieser Welt tun, um unseren unbewussten oder bewussten Hunger und Durst nach Ganzheit zu stillen – die Welt wird sie uns nicht geben können. Erst wenn sich durch Schmerz, Verzweiflung und Aussichtslosigkeit der Hunger und Durst in uns so gesteigert haben, dass wir nicht mehr gewillt sind, sie auszuhalten, werden wir alles fallen lassen, was uns lieb und teuer war. Und erst, wenn wir nichts mehr in den Händen haben, wird uns alles geschenkt, um das wir ein ganzes Leben lang verzweifelt gerungen haben“ (Walther H. Lechler).

 

Da gibt es nichts mehr hinzuzufügen! In dem Sinn: Frohe Ostern allerseits!

 

 

 

 

 

3. April 12 - Singstunde

 

Immer wieder inspirierend sind meine Gesangsstunden am Konsi Bern bei Katharina Spielmann. Aber ganz ehrlich, bis jetzt hab ich zuhause noch nicht allzuviel geübt; war beschäftigt mit meinem Weg und dem veränderten Leben. Jedenfalls hab ich nicht bewusst geübt, eher im Nebenbei. Alles, was ich bis jetzt lernte, baute ich in mein Trällern ein, integrierte ich in meine Song-Arbeit und liess ich in meine Alltagstätigkeit einfliessen. Aber Singen ist mehr als eine Tätigkeit. Singen heisst Gefühle zulassen, Ängste zu überwinden, Bilder zu verändern und es heisst bei sich zu sein. Singen bedeutet, an die Grenzen zu kommen, sie auszuloten und zu überwinden. Es heisst loslassen!

 

Und loslassen heisst...

 

.......Vergangenem keine Macht mehr zu geben. Vielmehr die Diamanten mit ins Jetzt zu nehmen und die Wehmutstropfen hinter sich zu lassen.

 

.......Ursache und Schuld keine Bedeutung mehr zu geben.

 

.......nicht dem Warum Aufmerksamkeit zu schenken, sondern dem Wozu.

 

.......Zu vertrauen, dass alles richtig ist, wie es war und ist; sonst wäre es nicht so wie es war und ist!

 

.......Instinkt und Intuition wahrzunehmen und zu wissen, dass in uns viel mehr steckt, als wir ahnen.

 

.......auf einem Baum sitzen und sich fallen lassen und darauf zu vertrauen, dass der Wind fliegen hilft (bitte nicht wörtlich nehmen!).

 

.......zu fliegen und trotzdem nicht den Boden zu verlieren.

 

.......sich ins Meer stürzen ohne die Tiefe zu kennen, aber zu wissen, dass man schwimmen lernen wird in dem Augenblick wo man ins Wasser taucht (auch das mit Vorsicht geniessen!).

 

.......zu tauchen, ohne den Himmel aus den Augen zu verlieren.

 

.......in der alltäglichen Gewöhnlichkeit das Paradies zu entdecken.

 

.......Zuversicht und Vertrauen.

 

.......Liebe!

 

Ja, ich weiss, klingt alles gut und recht, aber stellt euch vor, das ist die Realität! Alles ist möglich!

 

 

 

 

 

1. April 12 - Ein Buchtipp!

 

"Demian" von Hermann Hesse

 

Ich dürste nach Büchern, wie "Demian". Sie sind mir mehr als nur Fachliteratur,  auch wenn sie das im Grunde sind; Geschichten beschreibende Fachliteratur. Sie erzählen von Wegen mit Worten, die durch mich fliessen und es bleibt so viel hängen  davon. Es ist als wären es Wassertropfen, die die Pflanzen in meinem Innern bewässern, ihnen Nahrung geben und mein Sein bestätigen.

 

Es ist die Erzählung eines Weges, der zum eigenen Schicksal führt. Eine Erzählung, die berührt, die erfüllt und die ja so stimmig ist. So stimmig, dass es die Seele erreicht, Tränen heraufbeschwört und das eigene Schicksal bestätigt. Es ist die Erkenntnis, dass nur der Weg zum eigenen Selbst wichtig ist im Leben und dass dieser Weg mit Schmerz und Einsamkeit gepflastert ist, bis man an Menschen gerät, die ebenfalls auf diesem Weg oder schon bei sich angekommen sind. Vielen ist er zu schwer, zu schmerzhaft, sie lenken sich ab mit dem Hereinfallen in das Gegenüber, mit dem Bedürfnis nach Grossartigkeit gegen aussen, statt sich auf ihre ganz eigene, innere Grossartigkeit zu besinnen, die in jedem Mensch steckt. Aber das ist ihre Art zu überleben und Gefühle nicht zulassen zu müssen, die zu stark wären und für die sie noch nicht bereit sind. Es sind oft Menschen, die sich der Sucht ergeben, welcher Art auch immer die sein mag. Es sind aber auch sehr sensible Menschen, die fähig sind, Emotionen zu fühlen, an denen sie fast zu Grunde gehen. Und sie sind dennoch innerlich auf der Suche und hoffen, fündig zu werden, ahnend, dass da mehr ist als das kleine Leben das ihnen bis anhin vergönnt war. Es berührt sie in schönen Augenblicken, in der Musik in einer schönen Erzählung, in der Natur. Es löst etwas in ihnen aus, aber sie wissen nicht was. Sie wissen nicht, dass sie in sich selber blicken, wenn sie all das Schöne um sie herum sehen. So vergeht das Schöne ungenutzt und es gibt kein Weiter(heim)kommen. Und trotzdem ist jedem Mensch, der es geschaft hat, bis hier und heute zu überleben, eine besondere Stärke inne!

 

Und das Leben treibt die Menschen immer wieder an das gleiche Schickal; da wo ihre Seele ohne Augen und ohne Ohren, aber mit der Weisheit des Unbewussten spürt, dass es etwas zu lernen gibt. Und wenn wir nicht lernen, kommt das Gleiche immer wieder; es wird schlimmer und es ist zuletzt nicht mehr auszuhalten. Das Königreich wird zum Gefängnis, ja gar zum Albtraum und unverstehende Verzweiflung und Ohnmacht machen sich breit. Der Fall kommt und im Fallen verliert sich der Verstand. Und erst wenn der Verstand ausgeschaltet ist, vermögen wir unsere Seele zu hören; wie sie zu uns spricht; was sie uns zu sagen hat. Manch einer wählt in dem Moment den einfacheren Weg, nämlich den des Opfers. Er gibt dem Aussen die Schuld für sein Dilemma, ja gar für sein Verhalten. Oder er versucht das Leben des Gegenübers in Ordnung zu bringen und scheitert daran. Aber es braucht viel Kraft und Mut, sein eigenes Sein in Ordnung zu bringen. Und zu beginnen,Verantwortung über sein Tun und Lassen zu übernehmen, seine Grenzen zu spüren und sie auch durchzusetzen. Zu beginnen, Nein zu sagen und das unangenehme Gefühl nach dem Nein (aus)zu halten! Zu beginnen, sich und seine Mitwelt (neu) zu definieren und an den eigenen Werten dann auch festzuhalten.

 

Der Weg des schreibenden Hermann Hesse birgt so viel Stärke in sich und schlussendlich führt er zu der inneren Liebe, die nicht mehr besitzen muss, sondern als Fülle im Innern wirkt. Erst wenn der Mensch zu Liebe wird, kommt die Liebe zu ihm. Leere kann man nur mit der eigenen Liebe füllen, alles andere ist nur Fliehen und Verdrängen. Erfolg, Grossartigkeit, Applaus, Zerstreuung, Masslosigkeit, Sucht, Exzessivität in jeder Form, Workaholik (was nichts anderes ist als eine andere Form von Sucht), Geld, Materielles... alles, das was die Leere zu füllen versucht, macht sie nur noch grösser; denn, um es noch einmal zu wiederholen: Fülle fühlt sich wie Leere an.

 

Was das alles mit Musik zu tun hat? Ganz, ganz viel, glaubt mir das! Und wer mit mir einig ist, der ist schon auf dem Weg zu sich selber!

 

 

 

19. Februar 12 - Ich bin Musikerin....

 

So fühlt es sich also an, wenn die eigenen Songs eine neue Dimension annehmen. Phantastisch, unglaublich, einfach schön....

 

Unterstützt und beraten werde ich von Samson Geiger, Tontechniker, Produzent und Musiker (Gitarre), www.neckarklangwerke.de und Oliver Utzt, Musiker (Gitarre) und Produzent, www.smallworldstudio.de. Samson Geiger kenne ich schon länger; durch Siggi Kolb, www.siggis-musicbooking.de und ihre Tochter Lena Kolb. Bei den Dreien finde ich jeweils ein sehr gemütliches Zuhause für die paar Tage im Monat, die ich für die CD in Deutschland weile. Hier wird Gastfreundschaft aufs Herzlichste gelebt und ich kriege sogar mein eigenes kleines Reich im 1. Stock; Samson sei Dank! Zwei kleine süsse Terrier zum Knuddeln, Gespräche, Humor und Gespür, immer lecker Essen und ein schönes Glas Wein gehören hier dazu.

 

Durch Samson habe ich Oliver kennengelernt. Ich sass vor drei Wochen das erste Mal mit den zwei Musikern zusammen. Um meinen Geschmack kennenzulernen, hörten wir zum Anwärmen schönste Musik, genossen meine liebsten Songs, die mir einmal mehr ein paar Tränen abrangen und sie spielten mir einige ihrer bisherigen Produktionen vor, welche mir allesamt sehr gefallen haben. Bereits sprachen wir über mögliche Instrumente, über Beats und Streicher und ob wir uns finden können. Und was soll ich sagen? Es passt!

 

Dieses Wochenende bin ich wieder für drei Tage in Deutschland. Tagsüber war ich jeweils mit Oliver zusammen und wir haben zehn meiner Songs überarbeitet. Ich war beeindruckt, mit welcher Leichtigkeit Oliver meine Texte teilweise verfeinerte, wie er Chords zu meinen Songs fand, die Melodie und Text eine neue Dimension gaben. Ich habe mich gefreut über seine Anerkennung, wenn das Bild, das meine Texte malen, stimmig war. Aber ich musste auch Altes loslassen und mich Neuem zuwenden. Oliver und ich haben zusammen überlegt, Rheime überdacht und  Melodien bereichert. Als krönender Abschluss hat Oliver heute gegen 17 Uhr mit neuen Chords dem letzten Song eine Schönheit gegeben, die mich zu Tränen rührte. Danke Oliver und ich freu mich schon aufs nächste Mal in vier Wochen. Bis dahin habe ich viel Arbeit mit den restlichen vier Songs, mit weiteren Songs und damit, meine Stimme zu schulen. Ich habe heute meine stimmlichen Grenzen gespürt, welche ich mit Übung und Schulung überwinden werde.

 

Und jetzt sitze ich hier auf dem Sofa in Samsons Reich und lasse die Tage Revue passieren. Ich bin noch erfüllt und bewegt, komme langsam runter und Müdigkeit macht sich breit. Vieles kommt hoch, wenn ich mich wieder mit meinen Songs vom letzten Spätsommer und Herbst beschäftige, Erinnerungen, Emotionen... Aber ist Musik nicht auch dazu da? Wie könnte ich besser verarbeiten und hinter mir lassen, wenn nicht durch Musik?

 

 

Januar 2012- Rückblick 2011 - neues Projekt 2012

 

Was ein Jahr war das 2011!

 

Viel ist mir widerfahren. Vor allem in der Musik erhielt ich viele Inspirationen. Ich lernte neue Musik und einige tolle Menschen im Musikbereich kennen. Und ich lernte leider auch Menschen kennen, wie sie wirklich sind. Es ist immer wieder erstaunlich, dass dort, wo man es eigentlich erwartet keine Verbindlichkeit herrscht, aber dort wo es nie erwartet wird, sich plötzlich ein Tor öffnet. Ich freue mich über die paar Freunde, die ich im 2011 gewonnen habe und traure trotzdem und naiverweise den Illusionen nach, mit denen ich mich im letzten Jahr selber getäuscht habe. Aber es ist wie es ist und jede Phase birgt Lehrendes in sich. Und wenn man endlich einmal genau hinschaut, erkennt man die eigenen Anteile und die der Andern ganz genau. Bilder fallen und Wahrheiten offenbaren sich. Man lernt die Dinge dort zu lassen, wo sie hingehören und das bei sich zu behalten, was tatsächlich das Eigene ist. Man begreift; auch wenns schon zu spät scheint. Aber zum Lernen ist es nie zu spät! Jede Erfahrung hat Sinn und hilft im persönlichen Weiterkommen! Das wünsch ich jedem Menschen, der mir auf meinem Weg begegnet ist und der mir noch begegnen wird.

 

Eines hat sich jedenfalls im letzten Quartal 2011 herauskristallisiert. Ich habe mich entschieden, nur noch meine eigene Musik zu machen und alle Cover-Projekte abzusagen. Anderer Leute ihre Lieder zu singen ist nicht mehr, was ich will. Das Eigene ist für mich so viel wichtiger geworden. Meine eigene, kleine Grossartigkeit ist es, die ich will. Meine Songs sind erzählend, einfach und auf eigene Art melodiös. Sie sind nicht Pop, nicht wirklich Songwriting, nicht Folk. Was sind sie denn? Des Öfteren schon meinten Leute, die es wissen müssen oder die es einfach nur spüren, dass das Musical-Songs seien. Nun denn, Ihr habt Recht: Ich mache ein Musical daraus. Die Geschichte steht schon; eine Geschichte, die das Leben schrieb. Inszenierung und Bühnenbilder sind als Ideen bereits in meinem Kopf vorhanden. Ich werde hier noch nichts verraten, aber lest einfach ab und zu meinen Blogg, irgendwann verrat ichs! Und Musicals sind meine Passion, seit ich klein bin. Ich kenne sie alle!!!!!!

 

Vor Weihnachten war ich in Stuttgart bei Freunden. Sie haben ein gemütliches und technisch hochstehend eingerichtetes Studio; die Hörproben ihrer Produktionen waren grossartig. Unbekannte und bekannte MusikerInnen haben in dem Studio schon produziert. Dort sind ganz liebe Menschen, wirkliche Freunde. Dort herrscht Verbundenheit mit Familienanschluss... und einem kleinen süssen Hund. Wir haben meine Songs angehört; es sei was Schönes daraus zu machen; Produzent und Musiker haben zugesagt, die CD mit mir zu machen! Ist das nicht einfach toll? Nächstens werde ich wieder hinfahren, einen oder auch einige Musiker kennenlernen, die mit mir das Ding durchziehen. Ich freu mich mächtig, dass es nun wirklich vorwärtsgeht! Ich kanns kaum glauben! Es gibt doch noch Leute, die Nägel mit Köpfen machen *gg* !!

 

Es kommt nun etwas Neues und ein grosses Projekt auf mich zu. Nebst dem ganzen (Um)Schreiben von Texten, Geschichte und Drehbuch gibts auch Finanzen aufzutreiben und vor allem eine gute Crew zusammenzustellen! Sobald die ersten Aufnahmen fertig sind, gehts an diese Arbeiten. Ich habe zwei supergute Sängerinnen, die bereits zugesagt haben. Ich selbst werde zwar nur einen Song in dem Musical singen, aber bin ab Februar 12 Studentin des Konservatoriums Bern in klassischem Gesang. Probestunde ist bereits erfolgreich hinter mir! Meine Stimme soll für die Aufnahmen top sein! Und am Konservatorium Bern werde ich auch Kontakte zu benötigten SängerInnen und MusikerInnen knüpfen können.

 

Also Leute, wer das liest und grosse Freude oder Erfahrungen im Bereich Musical hat, soll sich doch bitte melden: eveart@bluewin.ch

 

Bis bald! Eure Eve

 

 

 

1.1.12 - Was letzten Herbst angefangen hat....

 

 

Bert Hellinger, dem ich nicht in allen Punkten seiner Arbeit zustimmen kann, beschreibt es dennoch sehr stimmig:

 

Die dunkle Nacht des Geistes

Sie überkommt dich, du kannst sie nicht üben. Sie ist in den Schriften der Mystiker beschrieben, vor allem bei Johannes vom Kreuz. Er hat sie im Detail beschrieben. Sie bedeutet, dass alles, auf das du dich vorher verlassen konntest, zerbricht Dein Glauben zerbricht, deine Erfolge zerbrechen.

 

Du verlierst den Boden. Und dein Wissen zerbricht. Daher bewirkt die dunkle Nacht eine tief gehende Reinigung, eine Läuterung. Während der dunklen Nacht lässt du ab von deiner Hoffnung auf Gott und von deiner Erwartung auf Lohn oder Tröstung. Das ist alles vorbei. Und du lässt ab vom Streben nach Erfolg in jeder Hinsicht, vor allem vom Streben nach Erfolgen spiritueller Natur. Daher sind viele von denen, die eine bestimmte Spiritualität anbieten oder dafür werben, nicht durch die dunkle Nacht gegangen. Wer durch die dunkle Nacht gegangen ist, hat auch die Spiritualität hinter sich gelassen.

 

Doch wenn du durch die dunkle Nacht gegangen bist, hast du Klarheit gewonnen, große Klarheit. Geheimnisse dürfen dann Geheimnisse bleiben. Du machst keinen Versuch, sie zu lüften und sie zu verstehen. Wenn du durch die dunkle Nacht gegangen bist, kannst du genau unterscheiden, was hilfreich ist und was nicht, und das ohne Anstrengung. Und so wird die dunkle Nacht nach einiger Zeit hell. Dann zeigt sich auch, dass das Gefühl der Leere, weiches die dunkle Nacht begleitet, genau das Gleiche wie das Gefühl von Fülle ist. Fülle fühlt sich an wie Leere.

 

Und er schreibt auch:

Darüber hinaus muss der Geist Abschied nehmen von dem, was ihm vielleicht das Höchste ist: vom Gewissen, von der Unterscheidung zwischen Gut und Böse, und von den Religionen, die auf dieser Unterscheidung aufbauen.
Daher steht am Ende dieser Reinigung die Einsicht, dass wir jedem Menschen gleich sind, ja, vielleicht, dass wir jedem Lebewesen gleich sind. Hier verglüht jede Überheblichkeit.
Das bedeutet in der Praxis, dass wir jeden Menschen, über den wir uns erhoben haben, so voll in unser Herz und in unsere Seele nehmen, bis wir diese Gleichheit spüren. Und dass wir jeden, dem wir einmal böse waren, so in das Herz und in die Seele nehmen, bis er uns gleich geworden ist und wir ihm.
Erst wenn diese Gleichheit erreicht ist, tragen uns die Bewegungen der Seele dorthin, wo unser Platz ist und unsere Berufung.